Mini-Workshop Projektmanagement

Jour Fixe Januar 2005
Volkhart Schönberg (Büro für neue Systeme GmbH, Freiburg)

Ein grosser Teil unserer Informatik-Ressourcen wird in IT-Projekten eingesetzt: Menschen, Geld, Material, Zeit. Und ein grosser Teil dieser IT Projekte scheitert (wenn man den einschlägigen Statistiken glauben darf). Die Beherrschbarkeit dieser Projekte scheint also nicht durchweg gegeben zu sein... Eine wichtige Rolle kommt bei Projekten dem/der Projektmanager/in zu. Ist also das Projektmanagement schuld an dem Desaster? Was sind überhaupt die Aufgaben des Projektmanagements? Und wie interpretieren die PM´s ihre Rolle? Verwalter der Vorgehensmodelle und Entwicklungsrichtlinien? Kreative Kommunikationsgenies? Mädchen/Jungchen für alles?
Bei der Flut der Bücher zu diesem Thema sollten die Antworten schon längst gefunden sein. In der Tat war das Interesse an Theorie und Praxis des PM in den letzten Jahren doch etwas abgeflaut. Erst in letzter Zeit regt sich da wieder etwas: Angestossen zum einen durch prominente Misserfolge von IT-Projekten bei gleichzeitigen Sparzwängen und durch neue Gedanken zur Durchführung von Projekten zum anderen (Stichworte:Agile Development, XP).
Nach einer kurzen Einführung werden wir gemeinsam unsere Erfahrungen und Meinungen diskutieren und zusammenstellen. Möglicherweise können wir dann für 2005 weitere Jour Fixes, Seminare oder Workshops in Angriff nehmen.
(Vortrag)

 

WikiWeb als Plattform für Wissensaustausch

Jour Fixe Februar 2005
Gilbert Semmer

WikiWiki gibt's schon seit ca. 1995. In gewisser Weise erfüllt's die ursprünglichen Versprechungen des Web, dass jeder einfach Inhalte im Web veröffentlichen und verlinken kann. Dies wurde von HTML nicht ganz so erfüllt, wie zunehmend komplexe Web-Auftritte belegen, die Experten zur Pflege erfordern - oder komplexe ContentManagementSysteme. Prominentes Beispiel ist sicherlich Wikipedia, die weltweit grösste und aktuellste Enzyklopädie.
An diesem Abend sollen die Grundlagen und der Aufbau von WikiWebs gezeigt werden, und wie sich damit eine einfache Wissensverwaltung bewerkstelligen lässt, z.B. auch für's Intranet oder als Projektportal.
(Vortrag)

 

Prozess, Technologie, Mensch - drei Dimensionen der Verbesserung der Softwareentwicklung

Jour Fixe März 2005
Prof. Dr. Mohsen Rezagholi

Softwareunternehmen verfolgen unterschiedliche Ziele auf dem Markt. Die Verbesserung der Softwareentwicklung muss daher auf einem Verfahren basieren, das sich den spezifischen Zielen eines Unternehmens anpassen lässt. Dabei muss das Verfahren die drei Dimensionen einer Verbesserung der Softwareentwicklung berücksichtigen:
1) Verbesserung des Entwicklungsprozesses
2) Verbesserung der Produkt- und Prozesstechnologie
3) Verbesserung des Mitarbeitermanagements

Der Ausgangspunkt einer zielgerichteten Verbesserung ist die Bewertung des aktuellen Stands der angewandten Prozesse, der angewandten Technologien sowie des ausgeübten Mitarbeitermanagements. Das Verfahren muss außerdem eine auf Softwaremetriken gestützte Bewertung ermöglichen, um die Identifikation von Schwerpunkten der Verbesserung und die Steuerung der Verbesserungsaktivitäten zu erleichtern.
Der Vortrag diskutiert die Notwendigkeit und die Möglichkeit einer integrierten Bewertung und Verbesserung dieser Dimensionen.

 

Sichere Service-Orientierte Architekturen, Grundlagen und Erläuterungen am Beispiel "Adaptive Services Grid"

Jour Fixe April 2005
Farid Mehr

Das Konzept einer Service-Orientierten Architektur verspricht schnellere Entwicklung von Applikationen durch Komposition von bestehenden und neuen Diensten (Service) unterschiedlichster Dienstanbieter (Service Provider).
Es ist eine Konvergenz zu erkennen von Web Services Technologien, die eine ideal Platform für eine Service-Orientierte Architektur darstellen, und Grid Architekturen der dritten Generation gemäß Open Grid Services Architecture (OGSA).
Ziel des Vortrages ist es, die Eigenschaften einer sicheren und flexiblen Service-Orientierten Architektur zu beleuchten sowie gemeinsam zu diskutieren. Hierbei werden insbesondere aktuelle Standardisierungsbemühungen vorgestellt, die im Wesentlichen im Bereich Workflow, Sicherheit und Semantic Web liegen. Abschließend wird die Anwendung im neuen EU-Forschungsprojekt "Adaptive Services Grid" beispielhaft dargestellt und soweit möglich, aus bisherigen Umsetzungserfahrungen berichtet

 

"Vom VPN zur Verschlüsselung von eMails." - Eine kleine Einführung in die Kryptographie

Jour Fixe Mai 2005
Dr. Walter Glaser

 

Zertifizierung von Software im Gesundheitswesen

Jour Fixe Juni 2005
Dr. Christian Johner

 

OPEN SOURCE konkret – Bestandsaufnahme und Erfahrungsberichte

Jour Fixe Juli 2005
Katja Schwab (mff), Volkhart Schönberg (SPIQ e.V.), Rudolf Harney (tuxwerk), Dr. Christof Lindenbeck, Michael Schulz (in medias res), M. Siepmann (T-Systems)
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Barrierefrei ins Internet - wie man eine behindertengerechte Website bauen und benutzen kann

Jour Fixe Sonderveranstaltung (21.07.2005)
Mischa Knebel (Blinden- und Sehbehindertenverein Südbaden), Dietmar Koebelin (milchmedien), Gerhard Frey (Stadtrat Junges Freiburg – Grüne)
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Service Architekturen für alle - Service-Plattform und Peer-To-Peer im Haus und Auto

Jour Fixe September 2005
Markus Block und Ronald Kutschke (Hochschule der Medien Stuttgart)

Ort: Calcucare GmbH, Kaiser-Joseph-Str. 274, D-79098 Freiburg, 1. Stock

Als Service-Plattform ist das OSGi-Framework geeignet, diverse Services und Interaktionen in einem Heimnetzwerk oder im Auto zu verwalten.
OSGi ist eine Spezifikation eines non-profit Industriekonsortiums (u.a. Schwergewichte wie Siemens, Philips, IBM, BMW).
Peer-to-Peer Systeme, bekannt durch die effektive Verteilung von Musik und Videos, bestehen aus gleichberechtigten Computern, die direkt über das Netzwerk miteinander kommunizieren können. Gleichberechtigt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass jeder Peer Verteil-Services anbieten und auch nutzen kann. Als ein Beispiel soll die Peer-to-Peer Spezifikation JXTA von Sun Microsystems kurz vorgestellt werden.
Nach einer Einführung in die grundlegenden Konzepte soll gezeigt werden, wie beide Technologien sich ergänzen und den Umgang mit Services im IT Umfeld vereinfachen können. (Vortrag)

 

Outsourcing / Offshoring : Götterdämmerung für die westliche IT Branche?

Jour Fixe Oktober 2005
Gerhard Krug (Afinion AG), Till Hahndorf (Nagarro), Werner Bachmann (Kanzlei Graf v. Westfalen, Bappert & Modest), Volkhart Schönberg (SPIQ e.V)
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Usability Engineering - get it right the first time!

Jour Fixe November 2005
Martin Stangenberg (Stryker Leibinger GmbH, Freiburg)

Termin: Donnerstag, 3.11.2005 um 20.00 Uhr
Ort: Calcucare GmbH, Kaiser-Joseph-Str. 274, D-79098 Freiburg, 1. Stock

"Aber was, wenn der Benutzer dieses tun, jenes lassen oder ganz anders erledigen will?" Diese Frage führt in Entwicklungs- und Einführungsprojekten von Software oft zu endlosen Diskussionen! Meist viel zu spät im Projekt kochen diese Fragen hoch und verursachen damit Kosten, die sich vermeiden ließen. Usability-Engineering ist ein Ansatz, um genau diese Diskussionen sinnvoll zu gestalten und vor allem frühzeitig im Entwicklungszyklus anzugehen. Ergonomische Benutzerschnittstellen entstehen nicht zufällig und nebenbei. Es kommt auf die richtige Herangehensweise an. Jeder hat eine Vorstellung davon, was eine "benutzerfreundliche" Software ist und Normen zur Software-Ergonomie legen fest, was "benutzerfreundlich" eigentlich ist. Doch die Frage ist: Wie entwickelt man ergonomische Software? Gibt es eine bewährte Vorgehensweise oder ist die Entwicklung derBenutzerschnittstelle allein eine Frage von Begabung und Kreativität? Dieser Vortrag will Antworten auf diese und andere Fragen geben. (Vortrag)

 

Vom Blech zum Bit: der steinige Weg zur Systementwicklung am Beispiel Automobil-Industrie

Jour Fixe Dezember 2005
Michael Flötotto (Flötotto Software Engineering, Emmendingen)

Termin: Donnerstag, 1.12.2005 um 20.00 Uhr
Ort: Calcucare GmbH, Kaiser-Joseph-Str. 274, D-79098 Freiburg, 1. Stock

Probleme der Automobil-Industrie sind zur Zeit in aller Munde. Immer wieder sind umfangreiche und kostspielige Rückruf-Aktionen erforderlich, um fehleranfällige Teile in ausgelieferten Fahrzeugen auszutauschen oder durch das Nachladen neuer Software Steuerungsprobleme zu beheben. Die Elektronik als Ursache für "Liegenbleiber" und sonstige Ausfälle hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Dies trifft aber nicht nur einzelne Unternehmen, sondern praktisch jeden quer durch die gesamte Branche. Selbst Branchen-Primus Toyota, der bei Zufriedenheits- und Pannen-Statistiken meistens positiv heraussticht, musste kürzlich eine umfangreiche Rückruf-Aktion starten.
Eine der Ursachen für diese Häufung steckt in dem seit einiger Zeit stattfindenden Wandel in der Automobil-Industrie: die rasante Entwicklung der Elektrik/Elektronik, die massiv in den Fahrzeugen zu finden ist, und der damit einhergehende Transfer von einer Entwicklung einzelner Steuergeräte hin zu einer umfangreichen Systementwicklung, in der komplexe Funktionalitäten verteilt über mehrere Elektronik- Komponenten von einer Vielzahl von Beteiligten entwickelt und zur Reife gebracht werden müssen. Diese Problemstellung trifft aber nicht nur die Automobil-Industrie, sondern ist auch in vielen anderen Branchen akut.
Im Vortrag wird der Wandel von der Einzelgeräte-Entwicklung zur Systementwicklung am Beispiel der Automobil-Entwicklung näher beleuchtet, Problemfelder aufgezeigt, Ansätze für Verbesserungen dargestellt und Lösungswege skizziert. (Vortrag)

 

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