Jour Fixe Januar 2001
Prof. Dr. Ulf Schreier (FH Furtwangen)
Termin: Donnerstag, 11. Januar 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
Klassische Client/Server-Anwendungen sind meist SQL-Anwendungen für Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens. E-Business in seinen Spielarten B2B und B2C ist dagegen auf externe Benutzer zugeschnitten.
Für die Realisierung dieser Aufgaben spielt XML als Konzept für Datenaustausch und die Repräsentation von Web-Inhalten eine wichtige Rolle. Dies hat erhebliche Auswirkungen, vor allem auch auf die Datenbank-Schnittstellen.
Das Ziel des Vortrages ist es, die XML-Grundidee vorzustellen, und einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen bzgl. Datenbank-Unterstützung für XML zu geben.
Jour Fixe Februar 2001
Dr. Ulrich Bröckling (Soziologe, Universität Konstanz)
Termin: Donnerstag, 1. Februar 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
Managementtheorien formulieren Programm zur Mobilisierung und Optimierung menschlicher wie technischer Ressourcen. Übergreifende Modelle wie das Total Quality Management, die mittlerweile in Kranken- wie in Kaufhäusern, in Kindergärten wie in Autokonzernen zum Einsatz kommen, stellen ein Arsenal standardisierter Instrumente bereit, um das Prinzip der Kundenorientierung und permanenten Verbesserung unter Einbeziehung aller Mitarbeiter durchzusetzen.
Auf der Ebene der Selbsttechnologien entsprechen diesen Programmen Konzepte des Managements der eigenen Person. Ratgeber und Seminare zum Persönlichkeits-Coaching und Selbstmanagement vermitteln nicht allein Techniken effizienter Zeitplanung, Arbeitsorganisation oder Stressbewältigung, sondern entwerfen ein umfassendes Leitbild neoliberaler Subjektivität - das des Unternehmers seiner selbst.
Jour Fixe März 2001
Arif Chughtai (Dipl.-Inform.(FH), Freiburg)
Termin: Donnerstag, 01. March 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
Bei der Entwicklung von Software-Systemen wird oft der Qualität von Architektur und Design der Software nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl sich dies nachteilig auf die Software-Qualität auswirkt. Diese negativen Folgen zeigen sich jedoch oft erst mittelfristig.
Hauptsache, die Requirements (aus heutiger Sicht) des Kunden sind ungefähr umgesetzt, und (wenn vorhanden) die grafische Benutzerschnittstelle sieht gut aus! Die Folgen zeigen sich dann später bei Problemen im Zusammenhang mit der Anpassung (Weiterentwicklung) der Software an neue Kundenbedürfnisse oder veränderte technische Rahmenbedingungen.
Die Anforderungen an moderne Software-Systeme im Umfeld von e-Business hinsichtlich ihrer Flexibilität (Erweiterbarkeit) sind jedoch oft hoch und vielfältig. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden ist eine hohe Qualität von Architektur und Design der Software unabdingbar.
Versucht man nun, Architektur und Design auf dem erforderlichen Niveau aus der hohlen Hand zu schütteln, wird man sehr viel Blut und Wasser schwitzen. Wesentlich effizienter und damit auch weniger mühselig lässt sich das angestrebte Ziel durch den Einsatz von Design-Patterns erreichen.
In diesem Jour Fix wird zunächst gezeigt, was mit dem Begriff Pattern überhaupt gemeint ist und welche Arten von Pattern in der objektorientierten Software-Entwicklung anzutreffen sind. Anschliessend wird erläutert, wie Design Patterns strukturiert und wie diese durch den Benutzer zu interpretieren sind. Weiter werden die wichtigsten Design Patterns aufgezeigt und welche typische Design-Probleme in der objektorientierten Software-Entwicklung diese lösen helfen. Eine Übersicht zu den Auswirkungen des Einsatzes von Design Patterns auf die objektorientierte Software-Entwicklung und die Vorstellung einiger konkreter Beispiele für den Einsatz von Design Patterns schliessen den Vortragsteil ab. (Vortrag)
Jour Fixe April 2001
Robert Hürten (Hürten &. Partner, Blankenheim-Lommersdorf)
Termin: Donnerstag, 5. April 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
Unter dem Oberbegriff Function Point Analysis haben sich seit 1979 unterschiedliche Methoden zur Bestimmung der Größe einer Software entwickelt. (IFPUG, MARK II; Full Function Point, Feature Point etc.) Die Norm ISO/IEC 14143 gibt seit 1998 Merkmale vor, die eine Meßmethode erfüllen muß, damit sie als eine funktionsorientierte Methode zur Größenbestimmung von Softwareprodukten bezeichnet werden kann/darf.
Der Vortrag
- stellt die ISO/IEC 14143/IEC14143 vor,
- prüft inwieweit die wichtigsten Function Point Methoden die Anforderungen der Norm erfüllen,
- zeigt offensichtliche Mängel bei der Umsetzung der Norm auf und
- stellt einen Ansatz zur Behebung dieser Mängel vor.
(Vortrag)
Jour Fixe Mai 2001
Eduard Heindl (Tübingen)
Termin: Donnerstag, 10. Mai 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
Portale entwickeln sich zur neuen Benutzeroberfläche. Die vielen verschiedenen Dienste des Internets, von E-Mail bis zu intelligenten Agenten, erfordern eine einheitliche Benutzerschnittstelle, die oft als Portal bezeichnet wird. Die Portaltechnik soll den Internet- und Intranet-User den Zugang zu allen gewünschen Diensten erlauben und ihn zugleich vor uninteressanten Informationen abschirmen.
In der Theorie ist das mit den heutigen Techniken der Portalsoftware realisierbar, aber im Einzelfall schwer zu verwirklichen. Daher werden im Vortrag die Funktionen von Portalen und praktische Beispiele vorgestellt.
(Vortrag)
Jour Fixe Juli 2001
Angelo Atazzi (EDS Business Information GmbH, Zürich)
Termin: Donnerstag, 05. Juli 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
Bei der Entwicklung und Einführung von Anwendungen ist die Benutzungsfreundlichkeit einer der wichtigsten kritischen Faktoren. Dies gilt um so mehr für das Internet, wo die Benutzer die einzelnen Anbieter eines Services mühelos vergleichen können. Eine unfreundliche Benutzungsoberfläche kann zum Verlust des Kunden führen.
Die Investition in die Benutzungsfreundlichkeit kann somit ein entscheidender Schritt zum Erfolg eines Unternehmens sein, unabhängig davon, ob das Produkt auf dem Markt oder firmenintern zum Einsatz kommt.
Die von einer Fachstelle für Software Ergonomie (Usability Consulting) eingesetzten Methoden und Instrumente unterstützen die Sicherstellung der Benutzerfreundlichkeit über den gesamten Entwicklungsprozess von Software.
- Projektbegleitung (Beratung und Support bei der bedienerfreundlichen Gestaltung von Benutzeroberflächen)
- Erstellen von anwendungspezifischen Gestaltungsrichtlinien (Styleguides)
- Durchführung von Schulungen im Bereich Software Ergonomie.
- Überprüfung der Benutzerfreundlichkeit von Software und Dokumentationen durch Experten Reviews, Walkthrough und/oder Usability Tests im Labor.
Im Vortrag wird eine kurze Einführung zum Thema Software Ergonomie gegeben und dann auf die Tätigkeiten der Fachstelle für Software Ergonomie eingegangen. Im Speziellen wird eine der effizientesten Methoden, der 'Usability Test' vorgestellt.
Jour Fixe September 2001
Gilbert Semmer (Systor AG, Basel)
Termin: Donnerstag, 13. September 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
- Webapplikationen sind anders - 1. als man denkt, 2. als es kommt !
- Neue und komplexe Technologien sind erst am Entstehen - die Reife kommt später.
- E-commerce Projekte erfordern komplexe Integration.
- Verteilte Entwicklungs- und Projektmanagementprozesse erschweren klassisches Vorgehen ( Command - Control ).
- Business Prozesse wachsen mit dem Projekterfolg.
Jour Fixe November 2001
Dipl.-Inform. Andrea Hemprich (Interactive Objects Software GmbH (iO))
Termin: Donnerstag, 08. November 2001, um 20.00 Uhr
Ort: Institut für Informatik und Gesellschaft, 2. OG, Friedrichsstr. 50, D-79098 Freiburg
In dem Vortrag werden die Konzepte und Ziele der MDA erläutert und welche Auswirkungen die MDA bezüglich der SW-Qualität und dem Investitionsschutz hat. Die Möglichkeiten der Umsetzung mit heutigen Technologien wird anhand eines Beispieles in einer Live-Demo mit dem Produkt ArcStyler demonstriert.
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