Netzneutralität in Gefahr: Ist das Internet so wie wir es kennen am Ende?

Einladung zum Podiumsgespräch am 21.7.2011, 19.00 Uhr

 Mitwirkende:

Podiumsteilnehmer:

  • Werner Bachmann, Rechtsanwalt, Arbeitsschwerpunkt IT-Recht
  • André Martens, Software-Ingenieur, Vorsitzender Piratenpartei Baden-Württemberg
  • Alexander Salomon, MdL, Netzpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion BaWü von B90/ Die Grünen
  • Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora, Studiengangsleiter Informationstechnik DHBW Lörrach

 Moderation

  • Volkhart Schönberg, Geschäftsführer , SPIQ-Vorstand
  • Thomas Hornig, Geschäftsführer HighQ GmbH, Freiburg

Termin: am 21.7.2011, 19.00 bis ca. 21.00(anschließend Apéro)

Ort: Theatersaal der VHS im Schwarzen Kloster, Rotteckring 12, 79098 Freiburg (Stadtplan)

Veranstalter:

  • SPIQ e.V. (Software Process Improvement and Quality)
  • medienforum freiburg e.V.
  • VHS Freiburg
  • Gesellschaft für Informatik (Regionalgruppe Freiburg)

Worum geht es?

Das Internet, so wie wir alle es kennen, ist in Gefahr.

Bisher kennen wir unterschiedliche Preise für unterschiedliche Geschwindigkeiten (Bandbreiten) auf der „letzten Meile“, also z.B. vom Büro oder von zu Hause bis zu den Backbones des Internet. Nun sollen auch dort unterschiedliche Dienste mit unterschiedlichen Servicequalitäten angeboten werden können, zumindest wenn es nach den Großen wie Google oder Verizon geht. Wer nicht genügend Geld aufbringen will oder kann, der soll in Zukunft warten oder einen der „schnellen“ Anbieter wählen ...

Die Sache scheint klar zu sein: Die einschlägigen Verdächtigen, die globalen IT-Konzerne, haben ein neues Geschäftsmodell entwickelt und wollen die Internet – Nutzer auf die eine oder andere Art zur Kasse bitten.

Aber ganz so einfach liegt die Sache diesmal nicht. Das fängt bei dem Begriff der Netzneutralität an: ist vor dem Netz jeder gleich, egal was er dort machen will, und sind alle differenzierenden Preismodelle somit abzulehnen? Oder soll ein besonderer Tarif für ruckelfreie Videos oder Live-Fußballübertragungen erlaubt sein? Ist ein lediglich der Servicequalität verpflichtetes Netzwerkmanagement erlaubt?

Die Grenzen zwischen technischen und juristischen Fragen bzw. politischen Grundsatzentscheidungen verschwimmen. Die Diskussion geht - noch - quer durch alle politischen Parteien (siehe Ergebnisse der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft) und Organisationen (inklusive Chaos Computer Club). Da die politischen Kompetenzen nicht nur bei der EU liegen, sondern auch beim Bund und den Ländern, ist das Gerangel groß. Und kommt man überhaupt an ICANN und den übrigen US-Organisationen vorbei?

Inzwischen arbeiten die Lobbyisten von Google & Co. im Hintergrund, still und offenbar sehr effizient.

Wir alle sollten sicherstellen, dass das Recht auf freien und gleichen Zugang zum Internet gewährleistet bleibt, eine Grundvoraussetzung zur Teilhabe an den modernen Gesellschaften. Doch dazu müssen wir zunächst die verworrene Gemengelage etwas erhellen. Das wollen wir mit dem Podiumsgespräch versuchen!

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

Der Eintritt ist frei! Bitte melden Sie sich aber hier an! 

Einige Links zum Thema:

Konferenz Zukünftiges Internet 2011 Juli Einführungsvorträge live

Einführungsvortrag von Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß zur Zukunft des Internet (pdf)

Konferenz Zukünftiges Internet 2011 Juli Homepage

Zehn Thesen BMBF zum "Zukünftigen Internet"

OECD HighLevel Meeting 2011 Summary

SpiegelOnline 28.6.2011: Internetnutzung

Tagung Netzneutralität 2010 Dez.

Aktivitäten German Lab

Studie Feldafinger Kreis2008

OECD Ministerkonferenz 2008

Grün Digital - Blog zur Netzpolitk

Antrag B90/Güne im Bundestag 2010 Nov zur Netzneutralität

Piratenpartei-Wiki: Stichwort Netzneutralität

Google Verizon Legislative Framework Proposal

 

Kann gerne ergänzt oder kommentiert werden!

 

Die Veranstaltung wird unterstützt von

IT2R   - ein Projekt innerhalb des EU Programms interreg Oberhein

 

 

 



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