Einladung zur Podiumsdiskussion am 22.7.2010, 18.00 – 20.00
Theatersaal der VHS im Schwarzen Kloster, Rotteckring 12, 79098 Freiburg
Veranstalter: SPIQ e.V. (Software Process Improvement and Quality), Freiburg
Siehe Bericht der Badischen Zeitung vom 30.7.2010
Mitwirkende:- Kerstin Andreae, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Wirtschaftspolitische Sprecherin, Beiratsmitglied der Bundesnetzagentur;
- Prof. Dr. Hannah Bast, Hochschullehrerin Informatik Uni Freiburg (als Gastwissenschaftlerin zwei Jahre bei Google in Zürich)
- André Martens, Software-Ingenieur, Politischer Geschäftsführer Piratenpartei Baden-Württemberg
- Lars Reppesgaard, Journalist und Google-Kenner, Autor von „Das Google Imperium“
Moderation - Thomas Hornig, Physiker, Geschäftsführer HighQ, Freiburg
- Volkhart Schönberg, Mathematiker, Geschäftsführer büro für neue systeme, SPIQ-Vorstand
Worum geht es?
Das Phänomen Google bewegt nicht erst seit der „Street-View Affäre“ die Gemüter.
Seit Gründung der Google Inc. 1998 ist die kleine Garagenfirma zu einem weltweiten Imperium herangewachsen mit einem Börsenwert dreimal so groß wie VW.
90% aller Suchanfragen gehen in Deutschland über Google. Weitere Anwendungen wie Maps, Earth, Texte&Tabellen, Kalender, Mail, Books, YouTube (ja: gehört auch Google!), Wave, Latitude, und, und... lassen die Anwender staunen, spielen und auch ein bißchen fasziniert sein ob der einfachen Bedienbarkeit und der brillanten Ideen der Software-Ingenieure. Gleichwohl – ein Unbehagen macht sich bei vielen breit angesichts der zunehmenden Macht dieses Unternehmens und der Fülle von Informationen, die es über die Welt und über seine eigenen Anwender hat. Deren Profile gewinnt Google aus der Benutzung der Software. Dadurch wird Googles Werbekunden eine zielgenaue und höchst effektive Anzeigenplatzierung ermöglicht. Dem verdankt Google den größten Teil seines Gewinns.
Wir leben in einer Netzgesellschaft, die globale und schnelle Kommunikation von jedem mit jedem ermöglicht ... und erfordert. Unser Wissen wird anders produziert und gespeichert als noch vor dreißig Jahren– von der Gutenberg- zur Turing-Galaxis. Die Informationen im Netz über jeden einzelnen werden immer zahlreicher, immer mehr auch höchst bereitwillig und freiwillig abgeliefert.
Ist da ein Quasi-Monopol wie Google, mit einer ungeheuren Verfügungsmacht über Wissen und Benutzerdaten ausgestattet, hilfreich oder beängstigend? Sollen wir Google u.ä. Systeme einfach nur bewusst und sinnvoll benutzen oder sind Politik und Gesellschaft gefordert, neue Regelungen zu finden, um uns vor Missbrauch zu schützen?
Wir wollen Fachleute aus unterschiedlichen Gebieten zusammenbringen, mit einigen Vorurteilen und Mythen aufräumen und das Phänomen Google kontrovers, aber sachlich diskutieren. Wir hoffen nicht nur auf eine große Besucherzahl, sondern auch auf rege Beteiligung derselben!
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend! |